Gentechnik und vegetative Vermehrung – Gentechnik als Rettung der Banane?

by admin
Published on: 22. Februar 2011
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Wie geht das eigentlich? Ich meine, wenn Bananen steril sind, werden sie ja, wie im Artikel erwähnt, vegetativ vermehrt, also in irgendeiner Form über Stecklinge o.ä., indem ein Pflanzenteil (Trieb, Zweig, Wurzel, was auch immer) genommen und daraus eine neue Pflanze gezogen wird, im Prinzip so, wie man das bei Balkonpflanzen macht, wenn Oma einem zum zehnten Mal mit irgendwelchen Ablegern kommt, die doch “zu schade zum Wegwerfen” sind. Genetisch bleibt es aber die gleiche Pflanze. Aber wie kann man da gentechnisch eingreifen? Anders als bei einer geschlechtlichen Vermehrung hat man hier ja nicht eine Stammzelle, von der das Wachstum ursprünglich ausgeht und deren DNA man verändern kann. Man müsste doch sämtliche Zellen des “Ablegers” verändern, damit das funktioniert, oder? Und wenn Bananen zum Ursprungszeitpunkt ihrer Kultivierung schon sterile Mutationen waren, warum gibt es heute so viele unterschiedliche Sorten? Müssten die dann nicht alle gleich aussehen? Ich erinnere mich an das große Bambussterben vor ein paar Jahren, als auf einmal mehr oder weniger gleichzeit sämtliche Zierpflanzen einer bestimmten Bambusart abstarben. Einen Befall mit Schädlingen oder Viren konnte man nicht finden, die Pflanzen schienen vielmehr an einer Art “Altersschwäche” zu sterben. Man hat das dann darauf zurückgeführt, dass es alles Setzlinge einer einzigen Bambuspflanze waren und das diese eben nach etwas mehr als 100 Jahren ihren biologischen Zenit endgültig überschritten hatte und abstarb und alle ihre vegetativen Nachkommen mit ihr. Müsste das bei Bananen dann nicht auch irgendwann passieren? Vielleicht liegt die erhöhte Anfälligkeit von Bananen gegen Pilze und andere Schädlinge gar nicht in der Art des Anbaus, sondern auch daran, dass die Ursprungsbanane irgendwie mal am Ende ist? Dolly das geklonte Schaf ist doch auch mehr oder weniger gleichzeitig mit dem Muttertier gestorben.

Panik um Gentechnik – Bioprodukte gentechnikverseucht

by admin
Published on: 22. Februar 2011
Categories: Allgemein
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Sowohl die Wohltaten als auch die Gefahren werden gern überschätzt. Von den reinen Gentechnik Firmen hat gerade mal eine und gerade die Mutter aller dieser Firmen (Genentech) nach Jahrzehnten einen kleinen Reibach gemacht. Von Jobmaschine keine Spur.

Auf der anderen Seite hat der Mensch schon seit Jahrtausenden Pflanzen und Tiere verändert, um ihre Eigenschaften zu optimieren. Die Biotomate sieht unter anderem so aus, weil sie so gezüchtet wurde. Die Urtomate aus Südamerika würde keiner als Tomate erkennen.

Wir wollen auch nicht die Mutationszüchtungen vergessen, bei denen einfach Saatgut mit radioaktiven Strahlen ungezielt modifiziert wird. Wenn eine Mutation gut ist wird sie verwendet. Es wurden mehr als 2250 Sorten so hergestellt und auf den Markt gebracht. Die echte Gefahr der Gentechnik liegt ganz woanders. Eines Tages wird man sich ein Brötchen kaufen und ein Monsanto Anwalt wird behaupten, dass man kein Recht hat es zu essen, weil man dadurch ein Patent verletzt.

Es ist wichtig, dass wenn gentechnisch verändertes Zeug ein anderes Feld benetzt (ich sage bewußt nicht verseucht), der benetzte Bauer vom gentechnischen Veränderer Schadensersatz fordern kann und nicht umgekehrt. Angesichts der ohnehin seit Jahrtausenden modifizierten Lebensmittel habe ich nichts gegen gentechnisch manipuliertes Zeug, allerdings gefällt mir die Patentsrechtsschiene einiger Monopolanbieter überhaupt nicht.

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